Jules und Jim

Meisterwerk der Nouvelle Vague über eine leidenschaftliche und verspielte Ménage-à-trois, in der zwei Männer einer Frau verfallen

Jules und Jim lernen sich in Paris kennen. Die beiden kultivierten Männer werden schnell Freunde. Als sie Catherine (Jeanne Moreau) begegnen, sind sie sofort fasziniert von der schönen und unberechenbaren Frau. Sie verlieben sich in sie, und schon bald heiraten Catherine und Jules. Aber auch für Jim hegt Catherine Gefühle. Vorbild für die Verfilmung dieser Utopie einer wahren Liebe zu dritt war der autobiografische Roman von Henri-Pierre Roche.

In Jim erkennen wir den Autor; Jules und Cathérine stehen für den deutschen Schriftsteller Franz Hessel und dessen Ehefrau, die Modejournalistin Helen. Einen Film wie JULES UND JIM ins Kino zu bringen, war 1962 ein Wagnis, denn die Figuren sind nicht "gut" oder "böse", und François Truffaut enthält sich jeder Wertung ihres nach geltenden Vorstellungen unmoralischen Verhaltens. In seiner Aufbruchsstimmung, seiner Poesie und Leichtigkeit spiegelt JULES UND JIM das Lebensgefühl der Filmrevoluzzer, die dem alten Studio-Kino den Kampf erklärten, auf der Straße drehten, mit ungewöhnlichen Schnittfolgen und hohem Tempo verblüfften.

F / 1961 / 106 min / FSK 12 / Regie: François Truffaut / mit Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre
Fr 20.07.2018 / 19:30 h "Truffaut au KiKuBi" - mit Sekt zur Begrüßung Movie Evening BingenBFA